20 Jahre – Prof. Dr. Klaus Dettmann Kunststiftung im Kunstmuseum Bayreuth

Klaus Dettmann sammelt seit vielen Jahren Kunst. Seine Sammlung ist sehr reichhaltig. Seit einigen Jahren konzentriert er sich mehr und mehr auf originalgraphische Arbeiten von Horst Antes, die in seiner Stiftung ungefähr die Hälfte des Bestandes ausmachen. Hier hat er sich in besonderer Weise spezialisiert: Es geht ihm nicht nur um die Endfassungen der Druckgraphiken von Horst Antes, sondern vor allem um Zustandsdrucke, Motiv- und Farbvariationen sowie handkolorierte Exemplare aus dem graphischen Werk aller Schaffensphasen – von den frühen, informellen bis zu aktuellen Arbeiten. In ihrer inhaltlichen Konzentration ist diese Antes-Sammlung von Klaus Dettmann in Deutschland wohl einzigartig.

Darüber hinaus hat Klaus Dettmann in seiner Sammlung einen besonderen Schwerpunkt auf das druckgraphische Werk von Rupprecht Geiger, Horst Janssen, Georg Karl Pfahler und Paul Wunderlich gelegt. Diese bilden so auch Schwerpunkte der Prof. Dr. Klaus Dettmann Kunststiftung. Ergänzt werden diese durch Einzelarbeiten von verschiedenen Vertretern der Konstruktiven Kunst, der Op Art – zum Beispiel Günter Fruhtrunk, Richard Anuszkiewicz, Victor Vasarely – und der Pop Art, wie Robert Indiana oder Allan D’Arcangelo.

Als die Prof. Dr. Klaus Dettmann Kunststiftung neben der Dr. Helmut und Constanze Meyer Kunststiftung am Kunstmuseum Bayreuth gegründet wurde, war dies durchaus ein mutiger Schritt des Stifters, denn das Kunstmuseum Bayreuth bestand erst seit wenigen Jahren. Für das Museum und seinen Träger, die Stadt Bayreuth, war es eine große Freude, dass nun eine weitere Kunststiftung die Sammlungen des neuen städtischen Kunstmuseums bereichern sollte.

Zum 20. Jubiläum der Stiftungsgründung ist nun im Kunstmuseum Bayreuth eine kleine, aber feine Auswahl aus der Prof. Dr. Klaus Dettmann Kunststiftung zu sehen, die der Sammler aus seinem Privatbestand ergänzte. Wir freuen uns sehr, die Prof. Dr. Klaus Dettmann Kunststiftung mit dieser Ausstellung würdigen zu können. Parallel erscheint ein Sammlungskatalog der Stiftung, der den gesamten Umfang und die Qualität der Sammlung und der Stiftung vor Augen führt.

Die Ausstellung wird begleitet durch ein umfangreiches Vermittlungsprogramm für alle Menschen.


Weitere Informationen zur Ausstellung

Weitere Informationen finden Sie im Flyer und den Pressebildern zur Ausstellung.
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Ganz großes Theater – Plakate von Frieder Grindler

Das sogenannte „Kleine Plakatmuseum“ wurde 1986 von Franz-Joachim Schultz gegründet. 2012 schenkte er es der Stadt Bayreuth. Im Kunstmuseum Bayreuth werden seitdem ca. 20.000 Plakate der Sammlung bewahrt. Zwischen den Zeichnungen, Aquarellen und Druckgraphiken der Kunstsammlungen dokumentieren diese dort einen wichtigen Aspekt der Druckkunst auf Papier.

Wir kennen Plakate als Werbeträger, Information und politische Propaganda. Die Plakatkunst hat ihren Ursprung in den ersten gedruckten Ankündigungen des 17. und 18. Jahrhunderts. Ab 1900 und mit dem Verfahren der Farblithographie begann der Siegeszug der Bildplakate. Im zwanzigsten Jahrhundert stellt das farbige, im Foto- und Siebdruckverfahren hergestellte Plakat ein wichtiges Medium für die moderne Werbung dar. Es war aus dem Stadtgebiet bald nicht mehr wegzudenken. Völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten ergaben sich für die Plakatkunst in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Nutzung von Computern und dem unerschöpflichen Bilderreservoir des Internets.

In der Sammlung des Plakatmuseum im Kunstmuseum Bayreuth finden sich vor allem Kulturplakate aus der Zeit nach 1945. Viele bekannte Designer sind in der Sammlung vertreten. Zum 10-jährigen Bestehen der Plakatschenkung zeigt das Museum in diesem Festspielsommer eine Auswahl von Plakaten des Stuttgarter Designers und Künstlers Frieder Grindler.

Frieder Grindler wurde 1941 in Berlin geboren. Von 1960 bis 1965 studierte er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und an der Kunsthochschule Kassel. Er wirkte als Art Director beim Süddeutschen Rundfunk, gestaltete Plakate für das Zimmertheater Tübingen, die Staatstheater in Darmstadt, Stuttgart und Karlsruhe und für das Schauspielhaus Düsseldorf. Bereits früh verwendete er das große Din-A0-Format.

Von 1979 bis 2005 war Grindler Professor für Produktionsdesign an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt. Dort unter-
richtete er auch die bekannte Schriftstellerin und Illustratorin Hermien Stellmacher, die zusammen mit Franz-Joachim Schultz 1990 in Bayreuth die „Edition Schultz & Stellmacher“ mit eigener Siebdruckwerkstatt gründete.

Grindlers Werk hat einen bedeutenden Anteil an der Plakatkunst. Mit seinen charakteristischen, eleganten und oft eigenwilligen
Entwürfen hat Grindler seit den sechziger Jahren maßgeblich an der Vermittlung von Kulturveranstaltungen mitgewirkt. Doch gibt es von ihm auch politische Plakate – zum Beispiel 1981 für den „Krefelder Appell“ gegen Atomraketen.

Mit Plakaten von 1967 bis 2022 zeigt die Ausstellung eine Auswahl aus Frieder Grindlers Lebenswerk. Sie wird begleitet von einem umfangreichen Vermittlungsprogramm mit vielen museumspädagogischen Angeboten für alle Menschen.


Weitere Informationen zur Ausstellung

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